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Das Thermotransfer-Druckverfahren

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr zum Thema Thermotransfer-Druckverfahren, wo die Vorteile gegenüber anderen Druckarten liegen und mehr.

Hintergrundwissen: Thermotransfer

Vor knapp zwei Jahrzehnten hat das Thermotransfer-Druckverfahren seinen Siegeszug in Werkhallen, Logistikzentren, Verpackungs- und Etikettieranlagen, in der Industrie und im Handel begonnen. Das Anliegen nach einer sehr hohen Auflösung des Druckbildes führte zum intensieveren Einsatz von Thermotransfer-Drucksystemen. Beim Thermotransferdruck wird über dem Papier eine spezielle Farbfolie (mit Farbe beschichtete Thermotransfer-Folien) unter einem Thermodruckkopf hindurch geführt, der das Herzstück des Thermotransferdruckverfahrens ist, in der Regel ist er so breit, wie die bedruckende Materialbahn, das erlaubt hohe Druckgeschwindigkeiten bei einfacher Mechanik. Auf einer keramischen Trägerplatte sitzt eine Reihe aus kleinen, einzeln ansteuerbaren Heizpunkten (dots), ihre Größe bestimmt die Auflösung des Druckers. Heute sind 8 bzw. 12 dots/mm gängige Auflösungen, was 200 bzw. 300 dpi (dots per inch) entspricht. Spitzengeräte für kleinste Etiketten und feinste Auflösungen liegen bei 600 dpi. Wird ein Heizelement angesteuert und dessen Druckkopf erhitzt, schmilzt in der Folie die Farbschicht und wird auf das Papier übertragen. Die glatte Oberschicht sorgt für einen exakten Farbaufdruck und erzielt eine hervorragende Druckqualität. Der Thermotransferdruck ist leicht von den anderen Druckverfahren zu unterscheiden, da er einen höheren Oberflächenglanz besitzt. Heute ermöglicht es jedem Betrieb den Druck variabler Informationen einfach, schnell und kostengünstig sowie in exzellenter Qualität zu erstellen. Als Bedruckstoff dienen Selbstklebende-Etiketten aus fast allen Materialien, Papiere, Kartons, Folien und Textilbänder, auch ein Bedrucken der Produkte selbst ist möglich. Die Anwendungen sind sehr vielfältig, von der Produktkennzeichnung vom Autoreifen, über den Mikrochip, bis hin zu Lebensmitteln, Transport, Labor- und Medizintechnik, Eintrittskarten, Warnhinweise und vielem mehr. Durch die hervorragende Druckqualität eignet sich das Thermotransferdruckverfahren auch ausgezeichnet für Barcodes und Grafiken.
 

Warum Thermotransfer?

Im Vergleich zu Thermodirektdruckern bieten Thermotransferdrucker die Möglichkeit auch farbig zu drucken. Die Haltbarkeit des Druckes auf dem Etikett ist widerstandsfähig gegen Licht- und Wärmeeinwirkung und damit Dokumentenecht. Beim Vergleich des Thermotransferdruckverfahrens mit herkömmlichen Laserdruckern stehen die Druckgeschwindigkeit, die geringeren Druckkosten und die bessere Druckqualität im Vordergrund. Ein Thermotransferdrucker, der A4-Formate drucken kann, erreicht eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 250 mm pro Sekunde, das entspricht bei einem Laserdrucker ca. 60 Seiten pro Minute. Ein solcher Laserdrucker würde ca. das Vierfache des vergleichbaren Thermotransferdruckers kosten. Darüber hinaus gibt es ein umfangreicheres Angebot an bedruckbaren Materialien, wie zum Beispiel beschichtetes Papier, Kunststoffe und Textilien. Da die Ansteuerung fast aller Drucker auf Windows basiert und auch die von uns angebotene Software sehr übersichtlich ist, wird das Designen der Etiketten auch für Computer-Laien mühelos. Durch das besondere Verfahren, die Farbe auf das Etikett zu übertragen, ist das Druckergebnis sehr präzise und eignet sich daher hervorragend für Barcodes. Trotz allem werden die Haftklebeeigenschaften der bedruckten Materialien nicht beeinflusst.
 

Das Farbband

Eine zentrale Rolle im Thermotransferdruckverfahren spielt zwischen Druckkopf und Etikett das Thermotransferfarbband, auch Thermotransferfolie, Thermal Transfer Ribbon (TTR) oder kurz Ribbon genannt. Es besteht aus einer 4,5 µm starken Polyesterfolie, die auf der einen Seite mit mindestens einer hitzeempfindlichen 2 bis 4 µm starken Farbschicht und auf der anderen mit einem "Backcoating", einer Rückseitenbeschichtung, versehen ist. Unterschiedliche Anteile an Wachs, Kunstharz, Farbpigmenten (bei schwarz: Rußpartikel) und Additiven verleihen der Thermotransferfarbe ihre Eigenschaften. Der Druck haftet auf unterschiedlichen Materialien und ist widerstandsfähig gegen mechanische und chemische Einflüsse, gegen Hitze und UV-Strahlung. Die sehr dünne Rückseitenbeschichtung auf Silikon-Basis hat drei Aufgaben zu erfüllen:
  • Schutz der Polyesterfolie vor "Durchbrennen"
  • Verminderung der elektrostatischen Aufladung
  • Verbesserung der Gleiteigenschaften
Durch die Erhitzung des Backcoatings beim Druck kommt es zu Ablagerungen von Rückstandsprodukten und auch Farbpartikeln am Druckkopf. Gute Rückseitenbeschichtungen haben eine gewisse Rauhigkeit, die in nicht verdruckten Bereichen dafür sorgt, dass Rückstandsprodukte wieder abgetragen werden, so dass es nicht zum Aufbau störender Ablagerungen kommt. Trotzdem sollte der Druckkopf nach jeder Farbbandrolle mit einem weichen Lappen und Isopropanol gereinigt werden.

Aufbau Farbband